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Was ist Daito Ryu Aikijujutsu ?

Daito Ryu Aiki Jujutsu ist eine traditionelle, dem Jiu-Jitsu verwandte, waffenlose Kampfkunst, welche auf die Familie des japanischen Kaisers Seiwa zurückgeführt wird.
Ein Nachfahre des Kaisers (Yoshimitsu) entwickelte die Kunst zu hoher Effektivität weiter und gab ihr den Namen Daito-Ryu nach seinem Wohnsitz.
Daito Ryu Aiki Jujutsu (Dai = jap. Präfix für "Groß-", 
to = jap. oft mit der Bedeutung "Osten". Man sagt, dass es in alten Zeiten ein Gebäude gab mit dem Namen Daitokan. Dort liege der Ursprung des Daitoryu Aiki Jujutsu. Eine andere sagt, dass mit dem Daito "Großasien" gemeint sei und widerspiegele einen großen Ehrgeiz Japans.

"Ryu" = jap. für "Stilrichtung oder Schule", Jujutsu = jap. für "Weiche (Kampf-Kunst") ist ein Stil des alten japanischen Jujutsu, der in erster Linie Hand-, Ellenbogen- und Schultergelenkshebel benutzt um sich gegen verschiedene bewaffnete und unbewaffnete Angriffsformen zu verteidigen. Viele Bewegungen lassen sich mit Bewegungsabläufen aus der jap. Fechtkunst mit dem Langschwert ableiten.

Daito Ryu Aiki-Jujutsu wurde im 11.Jahrhundert von Minamoto, Yoshimitsu gegründet. Wie damals üblich wurden anfangs nur die ranghöchsten Samurai in der Familie Takeda in dieser Kunst unterrichtet. Aiki Jujutsu wurde Jahrhunderte lang nur innerhalb bestimmter Samurai-Clans weitergegeben. Nach dem Fall des Feudalsystems in der Meiji-Ära gab Saigo, Tanomo (1829-1905) dieses Kampfsystem an Takeda, Sokaku (1859-1943) weiter. Takeda brach mit der Tradition und unterrichtete zum ersten Mal auch Außenstehende. Die berühmtesten Schüler Takedas waren Ueschiba, Morihei, der Gründer von Aikido und Choi, Yong-Sul, der Gründer von Hapkido.


Es gibt vier Stufen des Daito Ryu:

Shoden:
Der Schüler beschäftigt sich mit Ukemi (=Fallschule), taisabaki (=Bewegungslehre), und lernt die Verteidigung gegen Griff- und Ringerangriffe, danach geht er über zur Verteidigung gegen Schlag- und Tritt-Techniken sowie der Abwehr von Waffen. Diese Techniken werden in Variationen aus dem Stehen, Sitzen und der Bodenlage unterichtet.

Chuden:
Der fortgeschrittene Schüler lernt Verteidigung durch große weiche Bewegungen wie im Aikido. Diese Techniken kehren die Kraft des Angreifers gegen sich selbst.

Okuden:
In diesem Stadium werden die Bewegungen kleiner und sparsamer. Der Ausübende ersetzt Krafteinsatz durch Timing und Präzision.

Hiden:
Dies sind Geheimtechniken.