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Was ist Aikido ?
Was ist Aikido?
Erklärung einiger Begriffe des Aikido
Ki, ein zentraler Begriff
Ki verschmelzen
Wer kann Aikido trainieren
Prüfungsprogramm
Was ist Aikido
Meister Morihei Uyeshiba, der Begründer des
Aikido, antwortete einmal auf die Frage, was Aikido sei: „Das kann ich
nicht erklären.“
Auch dieser Text soll -angesichts der Komplexität des Themas- eine komprimierte Einführung und Zusammenfassung darstellen.
Die beste Art, Aikido zu verstehen, ist immer noch, sowohl auszuüben als auch es zu studieren.
 Nach und nach kann der Übende dann die ganze Tragweite dieser Kunst erahnen und ihren Sinn ermessen.
Morihei Uyeshiba entwickelte das Aikido aus den Techniken des
Jiu-Jutsu,Aikijutsu, Ken-jutsu, des Schwertfechtens, des Lanzenkampfes
und anderen, älteren und esoterischeren Formen der Kriegskünste, die er
seit seiner Jugend ausübte und bis zur Perfektion beherrschte.
Seit jeher zeigte er großes Interesse für Philosophie und Religion.
Aufgrund tiefgreifender persönlicher Erfahrungen entwickelte Uyeshiba
humanistischere und universellere Ansprüche an die Kriegskünste. Diese
sind z. B. die persönlichkeitsbildende Seite.
Das heißt, keine der körperlichen Aspekte wie Ausdauer, Muskelkraft,
Schnelligkeit,Geschmeidigkeit, Präzision der Bewegungen, Gleichgewicht
und auch Schönheit sind Selbstzweck - sie könnten auch durch diverse
Sportarten erreicht werden.
Sie sind nur der erste Schritt, sollen nur den Boden bereiten.
Viele der Kriegskünste haben sich bereitwillig auf den Weg des
Wettkampfsports begeben – Aikido praktizieren Menschen, die es nicht
mehr nötig haben, sich durch öffentliche Siege hervorzutun – oder
zumindest auf dem Weg dazu sind.
Wu – wei heißt diese Art zu kämpfen ohne zu kämpfen, die
Widerstandslosigkeit, die sich erst nach dem Beherrschen der
Grundtechniken entwickeln kann.
Es bedarf also einer gewissen geistigen Reife, Aikido aus dieser
Motivation heraus auszuüben, nämlich Widersprüche zu versöhnen, das
eigene psychisches und physisches Gleichgewicht zu wahren und auch die
Integrität anderer Menschen (der Angreifer) wiederherzustellen!
Die Wirksamkeit der Strategie liegt im Aikido darin, in Güte die
gegnerische Handlung energisch, doch ohne Gewalt oder Rachsucht, so
umzulenken, dass sie nicht gelingen und nicht wiederholt werden kann.
Diese kreisenden und wirbelnden Bewegungsformen ahmen
Naturerscheinungen nach wie Wasserstrudel, sich biegende Schilfrohre
oder Wellenbewegungen.
Selbstverteidigung durch Aikido bewegt sich auf einer hohen moralischen Ebene:
Sie möchte die Wiederherstellung der Ordnung, die Rückkehr ins Gleichgewicht, bis der Gegner seine Angriffslust verliert.
Somit bietet es nicht nur eine Methode der Selbstverteidigung, sondern
ein echtes „Do“, d.h. einen Entwicklungsweg und eine Methode der
Erziehung.
Ohne Unterdrückung von Gewalt – die im Angreifer den Wunsch nach Rache
und das Warten auf die Gelegenheit wachriefe – bietet Aikido die
Kontrolle des Angreifers durch die vollendete räumlich- zeitliche
Synchronisation von Angriff und Verteidigung.
„Aiki“ bedeutet „Vereinigung“ aber auch „Mitgehen“ mit den Dingen des
Lebens – nicht, sich gegen sie zu sträuben (Widerstand) oder sich von
ihnen fortreißen zu lassen(Passivität, Resignation, Trägheit), beim
praktischen Üben beinhaltet es u.a. das Mitgehen mit der
Bewegungsrichtung des Angreifers.
Die Wirksamkeit des Aikido besteht dann nicht (mehr) nur in der
Perfektion der Technik, sondern auch in der Gelassenheit und inneren
Distanz.
Der Aikidoka vermag sein Leben zu verteidigen, ohne das eines anderen zu gefährden.
Aus der ursprünglich feindlich gesinnten Kampfmethodik (Waza) des
Bujutsu, bei der es außer Sieg oder Tod keine Alternative gab,konnte
sich über die repräsentative rituelle Form (Kata)des Budo ein Weg
(Do) der disziplinierten Lebensführung entwickeln.
In dieser Widerstands- und Gewaltlosigkeit sowie Selbstbeherrschung wird aus einer Kriegskunst eine Lebenskunst!
Das Ideal ist eine herrschaftsfreie Autorität, die keinerlei Auflehnung weckt.
Die Formulierungen stammen hauptsächlich aus Andre Protins Buch
"AIKIDO-Die Kampfkunst ohne Gewalt: ein Weg der Selbstfindung und
Lebensführung"(Kösel- Verlag)
Sensei Morihei Ueshiba,Gründer des Aikido
Erklärung einiger Begriffe des Aikido
Auf dem Boden des jahrtausende alten Weg des indischen Yoga
entwickelten sich die Lehren des Buddhismus zunächst in Indien und
China bis Sie in der Form des Zen Budhismus in Japan eine spezielle
Ausprägung erfuhren. Einen weiteren großen Einfluss auf die Entwicklung
der japanischen Kultur hatten ebenso der Taoismus und der
Konfuzianismus, die aus China kamen. Diese verschiedenen Einflüsse
machen sich auch in den Techniken und Ideen bemerkbar, die dem Aikido
zugrunde liegen und die sich in ihm ausdrücken. Beschäftigt man sich
mit dieser Basis, so erkennt man, dass es sich bei Aikido nicht nur um
eine Selbstverteidigung handelt, sondern letzlich um eine
"Wissenschaft" des Geistes und Körpers . Im folgenden wird versucht,
einige der Begriffe zu erklären, wobei zu beachten ist, daß die
Begriffe eine komplexe Bedeutung haben, die keinesfalls in wenigen
Worten zu beschreiben ist. Diese ist auch nicht alleine durch den
Verstand, sondern erst nach langem Erarbeiten, mit Hilfe von Geist und
Körper, z.B. durch das Üben der Aikido Techniken zu verstehen.
Ki, ein zentraler Begriff
Ki ist die Lebensenergie. Jeder Mensch lebt und gestaltet in seiner
Welt, in dem er seine seine geistigen und körperlichen Fähigkeiten
wirken lässt. Je besser sein Zugang zu seinen geistigen und
körperlichen Kraftquellen ist, desto lebendiger und stärker ist er. Auf
der Hand liegt, das z.B. eine vollständige , unverkrampfte Atmung
elementar wichtig ist.
Die Entwicklung des Körpers in diesem Sinne fördert den Zugang zum Ki.
Die Entwicklung des Geistes führt zum Erkennen der Kräfte, die man hat und wie man sie bewusst einsetzen kann.
Ki verschmelzen
Hat man die Fähigkeit das Ki des anderen zu erkennen und sein
eigenes Ki einzusetzen, so kann man das Ki des anderen mit dem eigenen
Ki verschmelzen. Im Aikido bedeutet das: man kann die Bewegung des
anderen mit der eigenen verbinden, umlenken, kontrollieren.
Dies muss aber in einer Art geschehen, die die Verbindung während der Technik nicht abreißen lässt. Logisch?!
Dies ist ein Ziel unseres Aikdo Trainings, an dem man sich lange üben muss.
Wer kann Aikido trainieren
Wer sich gerne dynamisch bewegt, wird Spaß am Aikido haben.
Weibliche und männliche Aikidokas trainieren in einer gemeinsamen Gruppe.
Im Aikido gibt es keine Wettkämpfe. Den Grad der eigenen Entwicklung
kann man aber über Prüfungen feststellen. Wir bieten Trainingszeiten
für Einsteiger, Anfänger und Fortgeschrittene an. Aikido macht vor
allem Spass.
Aber natürlich werden dabei auch gleichzeitig Beweglichkeit und Fitness
verbessert. Und wer länger dabei ist, lernt die Grundlagen des Budo und
den Weg der Selbstverteidigung in der Art des Aikido kennen und
verstehen.
Prüfungsprogramm
Kyu-Prüfungsprogramm
Dan-Prüfungsprogramm
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